Der Hausfrauenkredit

Dieser Kleinkredit hat seinen Namen aus den 1950er und 1960er Jahren. In der damaligen Zeit gingen die wenigsten Frauen einem Beruf nach, sie verdienten somit auch kein eigenes Geld und waren ausschließlich auf das so genannte „Haushaltsgeld“ ihrer Ehemänner angewiesen. War der Ehemann eher sparsam veranlagt, dann reichte das Haushaltsgeld oftmals nicht über einen Monat. Kamen dann plötzlich Ausgaben, die nicht einkalkuliert waren, dann konnte nur ein Kleinkredit helfen, eben der Hausfrauenkredit.
Was ist besonders an einem Hausfrauenkredit?
Eine Hausfrau vor 40 Jahren konnte selten ein Geschäft ohne die Unterschrift ihres Mannes abschließen, dies war bei einem Hausfrauenkredit anders. In diesem Fall wurde das Geld auch ohne die Unterschrift des Hausherrens vergeben und so konnten viele Frauen unbemerkt eine kleine Summe als Kleinkredit aufnehmen, bei der es sich in der Regel um einen Betrag bis maximal 500,- Mark handelte. Auch die Raten hielten sich im Rahmen, meist waren es 20,- bis 50,- Mark, die im Monat plus Zinsen zurückgezahlt werden mussten.
Auch wenn der Hausfrauenkredit heute vielleicht andere Namen hat, im Prinzip ist es der gleiche Kleinkredit wie vor 40 Jahren geblieben.